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2. Sinfoniekonzert


Thuner Stadtorchester

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2. Sinfoniekonzert

Gioachino Rossini, Alexandru Ianos, Giacomo Puccini, Ottorino Respighi
Thuner Stadtorchester
Laurent Gendre, Leitung
Solist: Sophie Bright, Posaune

 

Gioachino Rossini (1792-1868)
Tancredi Ouvertüre 

Der verbannte Ritter Tancredi kehrt unerkannt nach Syrakus zurück. Er liebt Amenaide, die Tochter seines Feindes, die jedoch einen andern heiraten soll. Aufgrund eines missverstandenen Briefes wird Amenaide als Verräterin zum Tode verurteilt, doch Tancredi rettet sie, bevor er tödlich verwundet stirbt.  
Die Ouvertüre bezieht sich nicht auf den Inhalt der Oper, sondern steht selbständig da. Sie ist nach dem Muster der meisten Ouvertüren Rossinis aufgebaut: Eine langsame Einleitung, in der Blasinstrumente gesanglich besonders hervortreten, dann folgt ein schneller Teil, dessen zweiter Abschnitt das für Rossini so typische Crescendo enthält. Der zweite Teil wird gekürzt wiederholt. Eine Stretta mündet in den Schluss. 

 

Alexandru Ianos (*1957)
Fantasiesuite für Altposaune und Orchester (nach Themen von Monteverdi) 

Die viersätzige Suite hat als Inspirationsquelle Motive und Themen aus Werken des Renaissance-Komponisten Claudio Monteverdi – im 1. und 4. Satz vor allem aus der Oper „Orfeo“ und in den mittleren Sätzen aus Liedern verschiedener Sammlungen („Zefiro torna“ im 2. Satz und „Si dolce è’l tormento“ im 3. Satz). In der Renaissance-Epoche war die Rhetorik ein sehr wichtiges Ausbildungsfach für werdende Musikerinnen und Musiker. Von den Interpreten wurde eine grosse Beteiligung in der Gestaltung der Kompositionen erwartet, die eher karg notiert waren. Obwohl diese Fantasiesuite für moderne Instrumente in grosser Besetzung komponiert ist, kommt die Expressivität dieser Musik voll zur Geltung. In den verschiedenen Sätzen werden Feierlichkeit, der Zauber des Zefiro und die Natur im Allgemeinen, die Leidenschaft, die Sehnsucht nach der weggebliebenen Geliebten, ausgelassene Lebensfreude und vieles mehr ausgedrückt. Es ist eine Jazz-Einlage eingebaut und es gibt auch einige weitere Überraschungen.

Giacomo Puccini (1858-1924)
Preludio sinfonico 

Das Preludio sinfonico schrieb Puccini im Jahre 1852 für eine Jahresabschlussprüfung am Mailänder Konservatorium. Es brachte dem 24-jährigen einen Ehrenpreis ein. Auffallend ist die Versiertheit in der Instrumentation. In den weitschwingenden, eindringlichen Streicherkantilenen, den effektvollen Steigerungen, den überraschenden dynamischen Gegensätzen, alles vielleicht etwas „wagnerisch“ angehaucht, zeigt sich der künftige Opernkomponist. 

 

Ottorino Respighi (1879-1936)
Pini di Roma 

Respighi war neben seiner Tätigkeit als Komponist, als Dirigent und Pianist im In- und Ausland tätig. Die italienische Musik im 18. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts scheint vor allem von der Oper beherrscht worden zu sein. Drama und Belcanto schlugen die Italiener seit jeher in ihren Bann. Respighi war einer der ersten Vertreter einer neuen Generation, der sich von der Oper lossagte und sich vor allem der Orchestermusik zuwandte. 
1916 beendete Repighi sein Werk „Fontane di Roma“, 1926 setzte er mit „Pini di Roma“ seine Römische Trilogie fort, die er 1928 mit „Feste romane“ beendete.  
Respighis Musik ist virtuos, raffiniert, üppig blühend. Nicht nur die herkömmlichen Instrumente des Orchesters werden gefordert, auch an Celesta, Harfe, Klavier und Schlagzeug werden hohe Anforderungen gestellt. Die vier Sätze gehen nahtlos ineinander über, lassen sich aber klar gegeneinander abgrenzen.  
 
Von Respighi selber stammen die erläuternden Texte zu den einzelnen Bildern.  


Die Pinien der Villa Borghese 
Zwischen den Pinien der Villa Borghese spielen die Kinder. Sie tanzen Ringelreihen, führen Militärmärsche und Schlachten auf und berauschen sich an ihrem eigenen Geschrei wie Schwalben am Abend; (zwei Mal ertönt ein ,falscher“ Hornstoss. Werden die Kinder nach Hause gerufen?) dann laufen sie davon. Unvermutet wechselt die Szene… 
 
Pinien bei einer Katakombe 
…im Schatten der Pinien rings um den Eingang einer Katakombe, aus deren Tiefe ein wehmütiger Gesang zu uns dringt. Er erhebt sich zu feierlicher Hymne und verklingt dann wieder. 
 
Die Pinien auf dem Janiculum (ital. Gianicolo, Hügelzug in Rom) 
Ein Zittern durch die Luft: In klarer Vollmondnacht wiegen sanft die Pinien des Gianicolo ihre Wipfel. In den Zweigen singt die Nachtigall. (Sie ertönt von einem  Tonträger) 
 
Die Pinien der Via Appia 
Morgennebel über der Via Appia: Einsame Pinien stehen Wacht. Undeutlich, aber immer wieder, glaubt man den Rhythmus zahlloser Schritte zu hören. Man sieht im Geist uralten Ruhm wieder aufleben: Unter dem Geschmetter der Buccinen (römische Trompeten) naht ein Konsul mit seinem Heer, um im Triumph aufs Kapitol zu ziehen. 
 

Text: Res Waber 

Event Header

Veranstaltungs Informationen
Datum 30.01.2027 - 19:30 bis 21:30 Uhr
Saal Schadausaal 
Kategorie Konzert 

Veranstalter

Thuner Stadtorchester

3600 Thun

079 882 84 82
abos@thunerstadtorchester.ch
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