DER GHETTO SWINGER
AUS DEM LEBEN DES JAZZMUSIKERS COCO SCHUMANN
Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt, und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von dieser Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen ‹Swing Kids›, Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellen. Und plötzlich findet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der ‹Ghetto Swingers›. In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn zur Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben.
Chuzpe, Glück, Zufälle, die Musik oder ein Schutzengel? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder spielen. Er nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen...
Coco Schumann wurde 1989 für seine Verdienste um die Musik, für sein grosses aufklärerisches Engagement als Zeitzeuge und nicht zuletzt für seine Autobiographie 'Der Ghetto Swinger – eine Jazzlegende erzählt' mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse geehrt.
Einführung in das Stück: 18.45 Uhr im Foyer des Schadausaals
| Veranstaltungs Informationen | |
|---|---|
| Datum | 09.02.2017 - 19:30 bis 22:30 Uhr |
| Saal | Schadausaal |
| Kategorie | Bühne |
