Vater
Tragikomödie
Florian Zeller
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
Das aufwühlende Stück handelt von einem alten, an Alzheimer erkrankten Mann. André, für den sich der Alltag mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth verwandelt, ist auf der Spurensuche nach sich selbst. Da seine Wahrnehmung sich jedoch immer mehr verschiebt, gerät er in eine Welt, in der seine Biografie nicht mehr gilt, weil die Welt, in der sie entstanden ist, nach und nach erlischt...
Das Besondere an Vater ist die ungewöhnliche Erzählstruktur. Geschildert wird die Handlung aus der Erlebniswelt des zunehmend verwirrten 80-Jährigen: Durch diesen hinterhältigen Trick des französischen Erfolgsautors wird der Zuschauer emotional an die Hauptperson gebunden, erlebt mit ihr dieselben Momente des Glücks, teilt mit ihr das Ausgeliefertsein, erfährt mit ihr die unbegreifbare Veränderung von Personen und Dingen und kann wie sie immer weniger unterscheiden: Was ist Realität, was Wahn oder Wunschvorstellung, was Halluzination oder fixe Idee?
Florian Zeller gelingt es, das traurige Thema mit komödiantischer Dynamik zu verweben.
2014 wurde das Stück mit dem Prix Molière ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die ein Autor in Frankreich erhalten kann.
Einführung in das Stück im hinteren Teil des Foyer Schadau - 18:45 Uhr
| Veranstaltungs Informationen | |
|---|---|
| Datum | 26.10.2018 - 19:30 bis 22:00 Uhr |
| Saal | Schadausaal |
| Kategorie | Schauspiel |
